Das 1910 in Glatten gegründete Unternehmen Schmalz ist Weltmarktführer im Bereich der Vakuum-Technologie. Mit weltweit mehr als 850 Mitarbeitern, davon rund 570 in Glatten, sowie 16 Niederlassungen im Ausland und Vertriebspartnern in mehr als 50 weiteren Ländern ist Schmalz in allen wichtigen Märkten rund um den Globus vertreten.

Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Dr. Timm Kern (FDP) befand sich das neue Kommunikationscenter für Besucher und Mitarbeitende gerade kurz vor der Fertigstellung. Auch das neue Forschungs- und Versuchszentrum hat Schmalz erst vor einigen Monaten bezogen. „Beide Gebäude sind ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Glatten. Das Forschungs- und Versuchszentrum bietet modernste Arbeitsbedingungen, hier möchten wir Innovationen Raum geben. Das Kommunikationscenter schafft Platz für intensive Kundengespräche und Netzwerkarbeit“, berichtete der geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Schmalz. In der zweiten Etage entstand ein modernes Betriebsrestaurant für die Mitarbeitenden mit frisch zubereiteten und gesunden Gerichten.

Um attraktive Arbeitsplätze in der Region bieten zu können, muss jedoch auch die lokale Infrastruktur und das Angebot der Region stimmen. „Unsere Bewerber schauen bereits im Vorfeld, welche Ärzte in der Nähe sind oder wie gut die Breitbandversorgung vor Ort ist“, so der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Kurt Schmalz. Sowohl bei der ärztlichen Versorgung als auch beim Breitbandanschluss im Kreis sieht auch der örtliche Abgeordnete Dr. Timm Kern (FDP) Handlungsbedarf: „Wir stehen im direkten Wettbewerb um Fachkräfte mit den städtischen Regionen, da darf der ländliche Raum nicht abgehängt werden.“

Ein weiteres wichtiges Thema, das die Gesprächsteilnehmer beschäftigte, war die Verkehrsinfrastruktur im Kreis. Die Hochbrücke und der Anschluss des Nordschwarzwaldes an die Autobahn sind dringend nötig für die hier ansässigen Unternehmen. Aber auch bei den Busverbindungen sieht Dr. Kurt Schmalz Nachholbedarf. Gerade für Auszubildende und Studenten ohne Auto sei es im Landkreis manchmal schwierig, mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Arbeitsplatz zu kommen.

Abbrechende Mobilfunkverbindungen kennen sowohl die Geschäftsführer des Unternehmens als auch der Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern (FDP) nur zu gut. „Wenn ich einmal quer durch den Landkreis Freudenstadt mit dem Auto fahre und meine Freisprechanlage im Auto verwende, reißt die Telefonverbindung mindestens zweimal ab. Das darf in einem Hightech-Land, wie Baden-Württemberg eigentlich nicht wahr sein“, so der FDP-Abgeordnete Dr. Timm Kern.

Auch bei den Hochschulen sehen die Geschäftsführer Dr. Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz Handlungsbedarf. „Lehrstühle müssen mit der modernsten Technik und sehr gut ausgebildetem Lehrpersonal ausgestattet werden, um im internationalen Vergleich mithalten zu können“, so Wolfgang Schmalz. Auch in kostenintensive Forschungszweige müsse in Deutschland investiert werden. Der ehemalige wissenschaftspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion Dr. Timm Kern bemängelte, dass das Wissenschaftsministerium sich viel zu sehr mit Nebenfragen beschäftige, wie beispielsweise der landesweiten Umbenennung der „Studentenwerke“ in „Studierendenwerke“. Stattdessen müssten Finanz- und Qualitätsfragen im Mittelpunkt der Forschungspolitik stehen.

Dr. Timm Kern gratulierte den Geschäftsführern herzlich zu den neusten Auszeichnungen, unter anderem dem Sicherheitspreis für herausragende Projekte der betrieblichen Sicherheit des Landes Baden-Württemberg, sowie zur Auszeichnung „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2015“, bei dem die Firma Schmalz den 13. Platz in ihrer Kategorie zwischen 501 und 2000 Mitarbeitern erreichte und insgesamt bereits zum vierten Mal ausgezeichnet wurde. Der liberale Landtagsabgeordnete bezeichnete das Engagement des Unternehmens im Bereich der Kleinkind- und Familienbetreuung als beispielgebend. Es stehe sinnbildlich dafür, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit beim Unternehmen Schmalz weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehe.