Freunde behaupten von mir, ich sei ein friedlicher Mensch, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen würde. Eigentlich stimme ich dieser Charakterisierung auch zu, allerdings gibt es doch etwas, was meine innere Ausgeglichenheit in regelmäßigen Abständen arg strapaziert – es geht um die Versorgung mit Breitband und den Empfang von Mobilfunk im Landkreis Freudenstadt.

Mein Beruf als Landtagsabgeordneter bringt es mit sich, dass ich sehr viel telefonieren muss. Also nutze ich die Autofahrten zwischen den Terminen, um über meine Freisprechanlage zu kommunizieren. Das klappt in unserem Land mal besser, mal schlechter – aber im Landkreis Freudenstadt würde ich während der Autofahrt manchmal am liebsten ins Lenkrad beißen: Egal, ob ich von der A81 Richtung Nordstetten, durchs Dießener Tal, durch Rexingen oder auf der B28 an Bittelbronn vorbeifahre – meine Telefongespräche werden regelmäßig jäh unterbrochen – einfach ätzend!

Ähnlich „auf der Höhe der Zeit“ ist mancherorts die Versorgung mit schnellem Internet: Wenn ich etwa bei meinen Eltern in Ihlingen online arbeiten will, frage ich mich oft, ob Rauch- oder Trommelzeichen nicht effektiver wären.

Alle Parteien reden über dieses Thema, doch was tun sie tatsächlich? Die grün-rote Landesregierung investiert 31,7 Mio. Euro in den Breitbandausbau. Unsere bayerischen Nachbarn stecken gerade 1 Mrd. (!) Euro ins schnelle Internet.

Die FDP will 1 Mrd. Euro aus der Landesstiftung nehmen und damit ein Landesprogramm auflegen, um spürbar in unsere Infrastruktur zu investieren. Zeitnah sollen alle Haushalte und Unternehmen über mindestens 50Mbit/s verfügen. Als ersten Schritt in die richtige Richtung hat die FDP deshalb in Verhandlungen mit den anderen Parteien bereits dafür gesorgt, dass demnächst die Herstellung einheitlicher Lebensverhältnisse auch für den ländlichen Raum als neues Staatsziel in die baden-württembergische Verfassung aufgenommen wird.

Vergleichbare Verhältnisse und eine leistungsfähige Infrastruktur für alle Bürger und Betriebe im Landkreis Freudenstadt sind für mich unverzichtbare politische Ziele. Deshalb meine Bitte an Sie: Schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen mit Mobilfunk und schnellem Internet im Landkreis. (Falls info@timm-kern.de nicht geht – Timm Kern, Schillerstraße 14, Horb). Je mehr konkrete Anliegen mir vorliegen, desto überzeugender kann ich mich für Ihre Interessen einsetzen.