.l.: Dr. Wolfgang von Meißner, Melanie Schmid, MdL Dr. Timm Kern, Gemeinderat Ulli Schmelzle (beide FDP), Sylvia Klumpp, Dr. Ernst Klumpp

Dr. Wolfgang von Meißner, Melanie Schmid, MdL Dr. Timm Kern, Gemeinderat Ulli Schmelzle (beide FDP), Sylvia Klumpp, Dr. Ernst Klumpp

Das Ärztehaus Baiersbronn stellt eine vorbildliche medizinische Einrichtung in Baden-Württemberg dar. Um mehr über das Konzept der regiopraxis und die beteiligten Personen zu erfahren, informierte sich der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern vor Ort und sprach mit den Ärzten Wolfgang von Meißner und Ernst Klumpp, sowie dem Baiersbronner FDP-Gemeinderat Ulli Schmelzle. Dr. von Meißnerbenannte das schwerwiegende Problem, dass der Landkreis Freudenstadt von Seiten der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als „überversorgter Kreis“ angesehen werde. Er erklärte, dass bei den Berechnungen der KV „die Altersstruktur der Bevölkerung und der dort noch praktizierenden Ärzte keine Rolle spielt, was absurd ist, da ein älterer Mensch mehr ärztliche Betreuung als ein junger benötigt und die älteren ärztlichen Kollegen in den Ruhestand gehen werden“.Sein Arztkollege Ernst Klumpp sprach von „einem großen Glück“, dass von Meißner als Arzt für Baiersbronn gewonnen werden konnte. Wie allgemein bekannt, würden junge Ärzte eher in Krankenhäuser und Städte gehen, da für sie der ländliche Raumhäufig nicht so attraktiv ist. Umso wichtiger ist es, dass eine langfristige Planungssicherheit im medizinischen Bereich gegeben ist. Der Abgeordnete Dr. Timm Kern (FDP) sah in der Einrichtung eine „vorbildliche Einrichtung, die auf selbstständiges Betreiben der Baiersbronner Ärzte zurückgeht: Sie haben die zukünftigen Herausforderungen frühzeitig erkannt und mit dem Ärztehaus eine sehr gute, dauerhafte Lösung geschaffen, die es zu unterstützen gilt.“ Gemeinderat Ulli Schmelzle fragte, ob sich nach dem Modell in Baiersbronn auch andere ländliche Regionen erkundigt haben. Allgemeinmediziner Klumpp sagte dazu, dass es durchaus interessierte Anfragen gebe. Abschließend wünschten sich die Ärzte, dass „Bund, Länder, Kreise und Kommunen aktiver werden und das Problem der ärztlichen Versorgung mit dem nötigen Willen angehen und Lösungen, wie beispielsweise das Ärztehaus in Baiersbronn, unterstützen.“