Am Dienstag den 15.2. nahm ich an der Podiumsdiskussion am Freudenstädter Kepler-Gymnasium teil. Gleich zu Beginn der Veranstaltung machte ich meinen Standpunkt klar: Ich halte die Entscheidung des Kultusministeriums von Baden-Württemberg für unklug, nur diejenigen Parteien, die im Stuttgarter Landtag sitzen, mit ihren Kandidaten an Podiumsdiskussionen in öffentlichen Schulen teilnehmen zu lassen.

Aus meiner Sicht schützt man Schülerinnen und Schüler nicht vor Populisten, indem man sich auf Formalitäten beruft und deren Politiker von Diskussionen fernhält.  Vielmehr läuft man Gefahr, dass sich Links- oder Rechtsradikale zu Märtyrern des demokratischen Systems hochstilisieren und allein aus diesem Grund Sympathien von Wählern erhalten.

Die Demokratie und demokratische Politiker müssen stark und überzeugend genug sein, um radikale Positionen inhaltlich zu entkräften. In der Diskussion müssen die Gegner von sozialer Marktwirtschaft und freiheitlich-demokratischer Grundordnung entlarvt werden.

Außerdem ist die heutige Jugend durchaus in der Lage, sich ein eigenes, differenziertes Bild von den Landtagskandidaten machen zu können.

Aus diesen Gründen schlug ich im Kepler-Gymnasium vor, dass die beiden parteipolitisch unabhängigen Zeitungen des Landkreises, der Schwarzwälder Bote und die Südwest Presse, eine Podiumsdiskussion speziell für Erstwähler und andere junge Menschen des Wahlkreises anbieten, bei der auch der Vertreter der Linkspartei die Möglichkeit hat, seine Positionen zu vertreten und zur Diskussion zu stellen.

Wie aber stehen die jungen Wählerinnen und Wähler selbst zu diesem Vorschlag? Hier können sie ihre Stimme abgeben.
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