Der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern traf sich bereits zum wiederholten Male während seiner Abgeordnetenzeit mit Vertretern der BruderhausDiakonie in Horb. Beim Gang durch das Werkshaus in der Horber Saarstraße, erklärte Leiterin Dorothea Rau, dass sich die Kooperation mit dem Jobcenter und dem Sozialamt deutlich verbessert habe. Sie stimmte mit dem Landespolitiker Dr. Timm Kern (FDP) darin überein, „dass Ämter und Behörden die gesetzlichen Ansprüche auch einigermaßen zeitnah umsetzen müssen, denn das ist deren Aufgabe. Sie sind Dienstleister für die Menschen.“

Im sozialpsychiatrischen Gemeindezentrum der BruderhausDiakonie finden Menschen mit psychischer und geistiger Beeinträchtigung eine Tätigkeit und werden wieder in den Arbeitsalltag integriert. Die Werkstatt kooperiert mit zahlreichen Unternehmen im Landkreis und übernimmt Verpackungs- oder Montagearbeit. „Dabei sind wir immer auf der Suche nach neuen Aufträgen“, erklärte Werkstattleiter Ullrich Hoffmann.

Auf die Frage von Dr. Timm Kern, ob die Einrichtung eine Zunahme psychisch erkrankter Menschen zu spüren bekomme, sagte Dorothea Rau: „Ja. Seit einigen Jahren ist diese Entwicklung deutlich zu erkennen. Wir schaffen es jedoch, die Arbeitsnachfrage der psychisch Erkrankten zu decken. Darauf sind wir stolz.“

Als schwierig stelle sich momentan der Erwerb eines Grundstücks in der Horber Kernstadt dar, wo eine weitere Einrichtung geplant sei.

Nach Aussage der Wohngruppenleiterin Elke Schmidt gebe es leider nach wie vor immer noch Schwierigkeiten mit der Rentenanstalt: „Anträge von Menschen, die psychisch krank sind, werden manchmal zunächst abgelehnt. Da viele dieser Menschen nicht die Kraft haben, sich ihren Anspruch zu erkämpfen, unterstützen wir sie dabei. Das kostet unnötig Zeit und Energie.“ Zeit und Kraft, die nach Ansicht des Landtagsabgeordneten Dr. Timm Kern für wesentlich sinnvollere Arbeit genutzt werden könnte. „Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass auf dem Rücken von Schwachen spekuliert wird, weniger ausbezahlen zu müssen!“, kritisierte der Horber FDP-Politiker die Vorgehensweise der Institutionen. Mit der Bitte, ihn auch weiterhin über solche Entwicklungen zu informieren, verabschiedete sich Dr. Timm Kern und wurde von Dorothea Rau ermutigt: „Bleiben Sie bitte weiter am Ball, das wünschen wir uns von Politikern.“

Ausdrücklich unterstützt Dr. Timm Kern zwei Anliegen der BruderhausDiakonie: Grundstückseigentümer in der Kernstadt, die Interesse an einem Verkauf haben, können sich mit der Einrichtung in Verbindung setzen. Unternehmen können einzelne Aufträge an das Werkshaus übergeben. Im Gegenzug entfallen Ausgleichsabgaben.