Gute Zeiten für Horb und Freudenstadt, schlechte Zeiten für Loßburg

  • Timm Kern (FDP) fordert Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) auf, notwendige Planungsressourcen für Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) sicherzustellen
  • Gute Aussichten für Horber Neckartalbrücke, „Rauher Stich“ bei Grünmettstetten und Freudenstädter Tunnel
  • Hiobsbotschaft: Land plant Ortsumfahrung Loßburg nicht vor 2025

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) stellte in dieser Woche seine Priorisierung für die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) vor. Für den Landkreis Freudenstadt bringt die Liste nach Einschätzung des Landtagsabgeordneten Dr. Timm Kern (FDP) gute, aber auch verheerende Nachrichten mit sich.

„Dass die Ortsumfahrung Loßburg sich nicht einmal in der zweiten Stufe der Umsetzungskonzeption wiederfindet und vor 2025 nicht weiter planerisch vorangetrieben wird, ist eine Hiobsbotschaft“, kritisiert Kern.

Durch parteiübergreifende Anstrengungen ist es gelungen, mehrere Projekte für den Landkreis im BVWP an aussichtsreicher Stelle unterzubringen. So steht die Horber Neckartalbrücke an oberster Stelle der Umsetzungskonzeption. „Gut möglich, dass wir mit dem Spatenstich in diesem Jahr noch eine Sternstunde für die Stadt Horb erleben dürfen“, sagt Kern. Auch der Freudenstädter Tunnel und die Beseitigung des Nadelöhrs „Rauher Stich“ bei Grünmettstetten und dem Bahnübergang „Seewald“ werden aktuell weiter geplant und können durch Bundesmittel umgesetzt werden.

Der Abgeordnete nimmt Verkehrsminister Hermann in die Pflicht: „Er muss sicherstellen, dass die angekündigten Vorhaben so schnell es geht baureif sind. Denn nur fertig geplante Vorhaben dürfen vom Bund finanziert werden.“

Der Bund stelle aktuell große Summen zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund ist es für Kern unverständlich, dass das Land nicht alle planerischen Anstrengungen unternimmt, um die für Baden-Württemberg vorgesehen Mittel auch abrufen zu können. „Wenn der grüne Minister es wieder nicht schaffen sollte, genügend baureife Projekte zu planen, fließt das Geld in andere Bundesländer. Diese Panne muss unter allen Umständen vermieden werden. Sie wäre für einen exportorientierten Landkreis wie Freudenstadt nicht zu akzeptieren“, hält Kern fest.