Grün-Rot ist mit seinem ideologisch festgezurrten Lieblingsprojekt gescheitert – Gemeinschaftsschulen sollen nach FDP/DVP-Auffassung Kurse auf unterschiedlichen Leistungsniveaus anbieten können, müssen aber auf ihre Privilegien verzichten
Der bildungspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion, Dr. Timm Kern, sagte zur Genehmigung von 62 weiteren Gemeinschaftsschulen durch den Kultusminister: „Deutlicher kann das Scheitern des ideologisch festgezurrten Lieblingsprojekts von Grün-Rot nicht zum Ausdruck kommen. Auch in der mittlerweile vierten Gemeinschaftsschul-Runde findet sich wieder kein Gymnasium, und nur acht Realschulen waren zu einer Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule bereit. Für die überwiegend kleineren Haupt-/Werkrealschulen dürfte weniger die Gemeinschaftsschul-Pädagogik, sondern in erster Linie das Interesse am Erhalt ihres Schulstandorts den Ausschlag gegeben haben. Selbst der Chefideologe der Gemeinschaftsschule, Professor Thorsten Bohl, hat die grün-rote Landesregierung kürzlich aufgefordert, die Notbremse zu ziehen. Sein Vorschlag einer neuen Schulart ‚zwischen Gemeinschaftsschulen und Realschulen‘ dürfte aber eher aus der Not geboren sein. Statt ein weiteres Schulkonstrukt aus krampfigen und realitätsfernen Vorschriften auf den Markt zu werfen, wäre es zweckmäßiger, den Gemeinschaftsschulen wie allen anderen Schularten mehr pädagogische Freiheit zu geben. Sie sollten ähnlich wie Gesamtschulen Kurse auf unterschiedlichen Leistungsniveaus anbieten können. Im Sinne fairer Wettbewerbsbedingungen für alle Schularten müssten die Gemeinschaftsschulen aber auf ihre Privilegien verzichten. Die Verantwortlichen vor Ort sollten nach Auffassung der FDP frei und ohne Zuckerbrot oder Peitsche entscheiden können, wie das für sie passende Schulangebot aussieht.“