Zu dpa: „GEW sieht keinen Spielraum für Lehrerstellenabbau“

Nach einer vorsichtigen Schätzung der FDP-Fraktion könnte nur gut die Hälfte der von Grün-Rot zur Streichung vorgesehenen 11 600 Lehrerstellen auch tatsächlich  gestrichen werden

 Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Timm Kern, sagte zur Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),  auf die Streichung von Lehrerstellen vollständig zu verzichten:

„Hoffentlich gelingt es der GEW, die grün-rote Landesregierung von der Notwendigkeit einer Erhebung des Bedarfs an Lehrerstellen zu überzeugen. Hierbei müssen  auch Verbesserungen der allgemeinen Unterrichtsversorgung, der weitere Ganz-tagsausbau und die Einrichtung von Inklusionsangeboten einberechnet werden. Dann hätte das unbefriedigende Stochern im Nebel endlich ein Ende, und die fürs Bildungswesen Verantwortlichen vor Ort könnten wieder verlässlich planen. Einem entsprechenden Antrag der FDP-Fraktion auf Bedarfserhebung hat sich die Regierungsmehrheit von Grünen und SPD im Landtag bisher stets verweigert. Nach einer vorsichtigen Schätzung gehen wir davon aus, dass nur gut die Hälfte der von Grün-Rot zur Streichung vorgesehenen 11 600 Lehrerstellen auch tatsächlich gestrichen werden könnten. Und dies auch nur, wenn auf kostspielige Prestigeprojekte wie den weiteren privilegierenden Ausbau der Gemeinschaftsschulen oder eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium unter Beigabe von zusätzlichen Lehrerwochenstunden verzichtet wird. Dies würde jedoch eine bildungspolitische Orientierung voraussetzen, die sich durch Klarheit, faire Bedingungen und eine Beschränkung auf das Wesentliche auszeichnet. Genau dies lässt Grün-Rot jedoch vollständig vermissen.“