• Gewerbliche und Hauswirtschaftliche Schule Horb und MdL Timm Kern organisieren Filmvorführung „Schindlers Liste“
  • Jugendliche wissen es zu schätzen, in einem freien Deutschland zu leben

„Wenn wir uns mit diesem Teil der deutschen Geschichte auseinandersetzen, wissen wir es wieder besser zu schätzen, dass wir heute in einem freien Land leben.“ So formulierte eine Schülerin ihre Eindrücke nach dem Film „Schindlers Liste“ an der Berufsschule Horb.

Gemeinsam mit den Lehrerinnen Simone Hiller und Monika Reckert organisierte der Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern die Filmvorführung für Schülerinnen und Schüler aus dem Technischen Gymnasium sowie der Berufsschule. Der 1993 von Steven Spielberg gedrehte und mit mehreren Oscars ausgezeichnete Film zeichnet die Geschichte des Industriellen Oskar Schindler nach. Anfangs als Lebemann, der vom Krieg profitierte, beschäftigte der deutsche Industrielle im polnischen Krakau Juden aus SS-Arbeitslagern, kaufte sie am Ende sogar frei und rettete so über 1200 Menschenleben vor den Gaskammern der Nationalsozialisten.

Jährlich organisiert Timm Kern eine solche Veranstaltung. „Weil nicht mehr viele Zeitzeugen leben, sind Schulen die wichtigsten Partner, um junge Menschen über die Gräueltaten des NS-Regimes zu informieren“, sagte er.

Nach dem Film diskutierte der Landespolitiker mit den rund 70 Schülerinnen und Schülern. Diese schätzten den Film als eine gelungene Annäherung an das schwierige Thema ein. Ein Jugendlicher ergänzte, dass „der aufkommende Nationalismus in Verbindung mit Fremdenfeindlichkeit in einigen Ländern zeigt, dass wir uns mit gutem Grund auch heute noch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit beschäftigen müssen.“ Diesen Eindruck griff Kern auf und bestätigte, „dass ein übertriebener Nationalismus zu den Weltkriegen geführten hat.“ Die richtige Antwort darauf ist laut dem Landespolitiker „ein klares Bekenntnis für ein vereinigtes Europa.“

Seinen Schulbesuch in Horb schloss er mit einem Appell an die Berufsschüler: „Es braucht unseren Einsatz für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, damit sich die dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte niemals wiederholen.“