Der Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern (FDP) trifft sich in regelmäßigen Abständen mit Vertretern der christlichen Kirchen, um sich über gesellschaftlich wichtige Themen auszutauschen. Aus diesem Grunde traf er zum wiederholten Male mit dem Dekan der evangelischen Kirche im Bezirk Freudenstadt, Werner Trick, zusammen. Dabei kamen zahlreiche Themen zur Sprache, in denen Politik und Kirchen gleichermaßen betroffen sind. Ein Beispiel ist der geplante Bildungsplan der grün-roten Landesregierung, der ursprünglich das Thema „sexuelle Vielfalt“ zu einem zentralen Inhalt an den Schulen machen sollte. „Die heftigen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des neuen Bildungsplanes zeigen, dass die Landesregierung anfänglich völlig falsch mit diesem Thema umgegangen ist“, kritisierte Dr. Timm Kern, der auch bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion ist. Er habe schon frühzeitig auf die Sensibilität des Themas hingewiesen und die Regierung aufgefordert, einen möglichst weiten Toleranz-Begriff im Bildungsplan festzuschreiben. Nicht nur Toleranz gegen über einer bestimmten Gruppe, sondern Toleranz gegenüber allen Minderheiten sollten im Schulunterricht behandelt werden. Damit würden Einseitigkeiten vermieden.  Dekan Trick ist auch froh, dass nach Gesprächen – auch mit Vertretern der Kirchen – der Bildungsplan noch einmal überarbeitet wird.

Der evangelische Dekan sieht die Kirchen besonders in der Unterstützung von Flüchtlingen gefordert: „Gerade wir Christen sind in dieser Herausforderung aufgerufen, mutige Schritte der Hilfe anzubieten. Die geflohenen Menschen sind bei uns willkommen“, zeigte sich Dekan Trick optimistisch.

Neulich sprach Dr. Timm Kern (FDP) auch mit Vertretern des Freundeskreises Asyl in Freudenstadt und lobte an dieser Stelle das bewundernswerte Engagement für die Flüchtlinge. „Der ehrenamtliche Einsatz dürfe jedoch nicht dazu führen, dass sich die zuständigen politischen Institutionen zurückziehen“ mahnte der Landtagsabgeordnete.

Staat und Kirchen arbeiten besonders im Bildungsbereich zusammen. Erst kürzlich hat der Landtag ein neues Privatschulgesetz verabschiedet, von dem auch die kirchlichen Privatschulen betroffen sind. Dr. Timm Kern (FDP) kritisierte im Stuttgarter Landtag, dass diese Änderungen gerade für die Schulen in kirchlicher Trägerschaft massive finanzielle Nachteile bringen. „Ich befürchte, dass eine Erhöhung der Gebühren für kirchliche Schulen folgen könnte“, so der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-/DVP-Fraktion. Auch in diesem Punkt stimmte Dekan Werner Trick mit dem Landespolitiker überein. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass es auch weiterhin für Kinder von einkommensschwachen Familien möglich sein müsse, eine kirchliche Schule zu besuchen, wenn sie dies wünschten. Dr. Timm Kern (FDP) und Dekan Werner Trick vereinbarten abschließend, den engen Kontakt auch weiterhin aufrechtzuhalten.